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Wie identifizieren und vermeiden B2B-Käufer häufige Fälschungen beim Bezug zertifizierter Sanitärartikel aus China?

Jun 24, 2026

How Do B2B Buyers Identify and Avoid Common Counterfeits When Sourcing Certified Sanitary Ware from China?

Der Markt für gefälschte oder betrügerisch zertifizierte Sanitär- und Installationsprodukte im chinesischen Exportsektor stellt ein reales Risiko für internationale B2B-Käufer dar – insbesondere bei Produktkategorien, bei denen Zertifizierungen erhebliche Auswirkungen auf den Marktzugang und die Haftung haben. Ein Wasserhahn, der mit einer gefälschten WRAS-Zertifizierung versandt wird – also einem Zertifikat, das das Produkt niemals tatsächlich durchlaufen hat – birgt für den Importeur das Risiko einer Zollbeschlagnahme, von Kosten für Rücknahmen vom Markt sowie – im Falle von Wasserverunreinigungen – von Produkthaftungsansprüchen. Die Erkennung typischer Indikatoren für betrügerische Zertifizierungen und die Integration von Verifizierungsverfahren in den Beschaffungsprozess sind wesentliche Bestandteile eines effektiven Risikomanagements.

So sieht betrügerische Zertifizierung typischerweise aus

Die häufigste Form von Zertifizierungsbetrug im Sanitärwarenbereich besteht darin, eine echte Zertifizierung, die für ein bestimmtes Produktmodell ausgestellt wurde, wiederverzuwenden und sie auf andere, nicht geprüfte Modelle innerhalb derselben Produktpalette anzuwenden. Ein Werk kann beispielsweise ein chromfarbenes Küchenhahn-Modell ordnungsgemäß zertifizieren lassen und anschließend Händler mit einem Zertifikat beliefern, das ausschließlich dieses Modell aufführt – während die tatsächliche Bestellung aus anderen Modellen, Oberflächenvarianten oder Ventilkörperkonfigurationen besteht, die jeweils nicht einzeln geprüft wurden.

Eine weniger verbreitete, aber anspruchsvollere Betrugsform besteht darin, vollständig gefälschte Zertifikatsdokumente zu erstellen – entweder durch Manipulation echter Zertifikate in Grafikbearbeitungssoftware oder durch Verwendung der Namen und Logos seriöser Zertifizierungsstellen auf gänzlich erfundenen Dokumenten. Solche Fälschungen sind mittels sorgfältiger Überprüfung erkennbar, können jedoch Käufer irreführen, die Zertifikate ohne Abgleich mit den Aufzeichnungen der ausstellenden Stelle lediglich auf den ersten Blick akzeptieren.

Verfahren zur Überprüfung von Betrug

Für die WRAS-Zertifizierung: Überprüfen Sie das Produkt anhand des öffentlich zugänglichen, durchsuchbaren WRAS-Verzeichnisses zugelassener Produkte unter wras.co.uk. Für die Suche sind der Name des Zertifikatinhabers und die Produktreferenznummer erforderlich. Ein Produkt, das – trotz Vorliegen eines WRAS-Zertifikats – nicht im Verzeichnis zu finden ist, gilt als nicht verifiziert und muss als nicht zertifiziert behandelt werden.

Für die CE-Kennzeichnung: Fordern Sie das vollständige Konformitätserklärungs-Dokument (DoC) an, das die spezifischen EU-Richtlinien und harmonisierten Normen, für die Konformität erklärt wird, sowie den Namen und die Anschrift des Herstellers und den Namen sowie die Kennnummer einer eventuell am Konformitätsbewertungsverfahren beteiligten benannten Stelle enthalten muss. Eine DoC ohne diese spezifischen Angaben ist unzureichend.

Für ISO 9001: Überprüfen Sie die Zertifikatsnummer und den Namen des Zertifikatinhabers anhand des Online-Verzeichnisses der Zertifizierungsstelle. Die meisten großen Zertifizierungsstellen (SGS, Bureau Veritas, TÜV, Intertek) führen durchsuchbare Online-Datenbanken.

Warnhinweise bei der physischen Produktinspektion

Auch bei echten Zertifikaten ist die physische Prüfung des Produkts bei Erhalt wichtig. Warnsignale bei der physischen Inspektion sind: ein Messinggehäuse, dessen Gewicht deutlich geringer ist als das eines Referenzmusters (was auf dünnere Wände oder ein Druckgussgehäuse aus Zinklegierung statt massivem Messing hindeutet); ein Kartuschenbetrieb, der sich rau oder steif anfühlt (was auf keramische Dichtscheiben von geringerer Qualität hinweist); eine Oberflächenbeschichtung, die bei schrägem Lichteinfall Inkonsistenzen aufweist (was auf unzureichende Vorbehandlung der Oberfläche vor dem Verchromen hindeutet); sowie Gewindequalität, die sich beim Anschluss der Versorgungsanschlüsse rau anfühlt oder leicht verklemmt (was auf unzureichende Bearbeitungstoleranzen hindeutet).

Einbau von baulichem Schutz in den Beschaffungsprozess

Der zuverlässigste strukturelle Schutz gegen Zertifizierungsbetrug besteht darin, direkte Beziehungen zu Fabriken aufzubauen, die vor Ort besucht (oder per Video überprüft) werden können und deren Zertifizierungsdokumente unabhängig verifiziert werden können. Die Beauftragung einer unabhängigen, von einer akkreditierten Stelle durchgeführten Vor-Auslieferungs-Inspektion bietet eine zusätzliche Kontrollmöglichkeit am Produktionsort. Die Aufnahme einer vertraglichen Klausel, die vom Lieferanten eine schadensfreie Haftung für sämtliche Kosten im Zusammenhang mit falschen oder betrügerischen Zertifizierungsdokumenten verlangt, verschiebt das finanzielle Risiko angemessen und schafft einen starken vertraglichen Anreiz gegen Fehldarstellungen.

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